Erfolg vor dem Land­gericht Schwerin

Auch eine Gemeinde hat einen Ruf – und kann ihn verteidigen. Das Landgericht Schwerin hat auf Antrag von FIDELITAS per einstweiliger Verfügung untersagt, unwahre Behauptungen über eine Gemeinde zu verbreiten.

Ruf­schädigung durch Wett­bewerber

Eine Anwaltskanzlei und ein Aufkäufer von Lebensversicherungen – zwei Branchen, ein Wettbewerbsverhältnis. Der BGH entscheidet: Eine einzige Werbeaussage genügt, um zum Mitbewerber zu werden; ob die beworbene Leistung tatsächlich erbracht wird, ist unerheblich. Rezension zu BGH, I ZR 128/21 – Zweitmarkt für Lebensversicherungen II.

Wenn ein Ticket­markt­platz zum Mit­be­werber des Ver­an­stalters wird – BGH, I ZR 107/23

Ein konkretes Wettbewerbsverhältnis nach § 2 Abs. 1 Nr. 4 UWG setzt kein austauschbares Produkt voraus. Der BGH lässt es genügen, dass die Werbung des einen geeignet ist, dem anderen zu schaden – die Wechselwirkung. Rezension zu BGH, I ZR 107/23 – DFL-Supercup.

Ruf­schädigung durch Wett­bewerber

Wenn der Angriff auf die unternehmerische Reputation von einem Wettbewerber kommt, stehen zwei Anspruchssysteme offen: das Deliktsrecht und das Wettbewerbsrecht. Beide haben ihre Stärken – und lassen sich gezielt kombinieren.

Eine Presse­anfrage liegt auf dem Tisch – was tun?

Eine Presseanfrage kommt meist überraschend – und mit knapper Frist. Was Sie jetzt beachten sollten, welche Rechte Sie haben und warum die Anfrage eine Gelegenheit ist, Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen.

Gerichts­bericht­erstattung – quo vadis, BGH?

Der BGH erlaubt identifizierende Berichte aus der Hauptverhandlung ohne vorherige Anhörung des Angeklagten (VI ZR 95/21). Eine kritische Rezension – über ein Institut, das mehr ist als ein Rechercheinstrument der Presse.

Eine Zeitung berichtet über Ihren Strafprozess – und nun?

Ein Strafverfahren ist eine Ausnahmesituation – steht der eigene Prozess auch noch in der Zeitung, fühlt es sich an, als sei das Urteil längst gefallen. Doch die Presse muss sich an klare Regeln halten: Welche das sind und welche Ansprüche Betroffene haben.

Ungewollt in der Presse – und nun?

Man wollte nur am Strand liegen – und findet sich am nächsten Tag ungefragt in der Zeitung wieder. Wer ungewollt abgebildet wird, ist dem nicht schutzlos ausgeliefert: Das Recht am eigenen Bild schützt auch Unbeteiligte.

BGH: Bewusst unvollständige Berichterstattung als unwahre Tatsachenbehauptung

Mit Urteil vom 12. Mai 2026 (VI ZR 346/24) bekräftigt der BGH: Eine bewusst unvollständige Berichterstattung kann wie eine unwahre Tatsachenbehauptung zu behandeln sein, wenn das Weglassen wesentlicher Tatsachen einen falschen Eindruck erzeugt.

Rufschädigung durch KI-Äußerungen?

Das Landgericht München nimmt Google erstmals für Äußerungen seiner KI direkt in Haftung. Warum die Haftung der KI für den Persönlichkeitsschutz nur die „halbe Miete” ist, zeigt dieser Beitrag.